L80B10: was die Lebensdauer einer LED bedeutet
Eine LED brennt nicht durch: Sie wird allmählich dunkler. Ihre Lebensdauer ist deshalb keine Stundenzahl, sondern eine Vereinbarung über Lichtverlust und Ausfallrate.
- Referenznorm
- IES LM-80 · TM-21 · IEC 62717
- Skala
- L70 a L90 · B10 a B50
- Wo es gilt
- Garantía, mantenimiento y factor MF
- Wie gemessen wird
- Ensayo 6.000 h + extrapolación TM-21
Die Bezeichnung hat zwei Teile. Das L ist der verbleibende Lichtstrom: L80 heißt, die Leuchte behält 80 % ihres Anfangslichtstroms. Das B ist die Ausfallrate: B10 heißt, höchstens 10 % der Einheiten liegen unter diesem L80. L80B10 > 60.000 h bedeutet also: Nach 60.000 Stunden liefern 90 % der Leuchten noch mindestens 80 % ihres Lichts.
Vergleichen ohne die Bezeichnung zu lesen ist der klassische Fehler. Wer L70B50 bei 50.000 h veröffentlicht, sagt etwas weit Schwächeres: Die Hälfte der Einheiten liegt dann unter 70 %.
Diese Werte werden nicht bei 60.000 Stunden gemessen — das wären sieben Jahre Prüfung. Geprüft wird nach LM-80 über rund 6.000 Stunden und mit TM-21 extrapoliert. Deshalb begrenzt die Norm die Extrapolation: 100.000 h aus 6.000 h Prüfung zu veröffentlichen ist unseriös.
Die praktische Folge liegt im Wartungsfaktor (MF) der Berechnung. Bei MF 0,8 nimmt man 20 % weniger Licht am Lebensende an — deshalb werden am ersten Tag mehr Lumen installiert als nötig. Bessere Lichtstromerhaltung erlaubt einen höheren MF und damit weniger Leuchten.
- Immer die vollständige Bezeichnung vergleichen: L80B10 und L70B50 sind nicht vergleichbar.
- Nach der Umgebungstemperatur (ta) fragen, für die die Lebensdauer gilt: bei 40 °C sinkt sie deutlich.
- Die Treiberlebensdauer ist meist das schwache Glied: auch danach fragen.
- Ein gutes L80B10 erlaubt einen höheren MF und spart Leuchten vom ersten Tag an.


