Leitfäden

Flicker: das Flimmern, das man nicht sieht, das aber wirkt

Das Auge nimmt es nicht wahr, das Gehirn schon. Unsichtbares Flimmern verursacht Ermüdung, Kopfschmerzen und in bestimmten Fällen einen gefährlichen Stroboskopeffekt an Maschinen.

Normative Anforderungen
Referenznorm
IEEE 1789 · EN 61000-3-3 (PstLM, SVM)
Skala
PstLM ≤ 1 · SVM ≤ 0,4 (a partir de 2024)
Wo es gilt
Obligatorio en la UE desde sept. 2021
Wie gemessen wird
Con el driver real y a distintos niveles de regulación

Flicker ist die schnelle Schwankung des Lichtstroms. Bei LED hängt sie fast vollständig vom Treiber ab: Ein billiger Treiber lässt die Netzwelligkeit durch, und das Licht schwankt mit der doppelten Netzfrequenz (100 Hz in Europa). Unter etwa 90 Hz ist das Flimmern wahrnehmbar; darüber unsichtbar, doch das visuelle System reagiert weiterhin darauf.

Die EU regelt es seit September 2021 mit zwei Parametern: PstLM ≤ 1 und SVM ≤ 0,4 (Stroboskopeffekt), letzterer verbindlich seit 2024. Jedes in Europa legal verkaufte Produkt muss sie einhalten – fragen Sie dennoch nach den Werten.

Der gefährliche Fall ist der Stroboskopeffekt: Unter flimmerndem Licht kann ein rotierendes Teil stillzustehen scheinen. In Werkstatt, Lager mit Maschinen oder Großküche ist das ein echtes Arbeitsschutzrisiko.

Die praktische Falle: Viele Produkte erfüllen die Werte bei Volllast, verschlechtern sich aber beim Dimmen. Bei DALI oder Funksteuerung den Flickerwert bei 10 % Leistung verlangen, nicht nur bei 100 %.

Planungshinweise
  • PstLM und SVM im Datenblatt verlangen; fehlen sie, ist Misstrauen berechtigt.
  • Schnelltest auf der Baustelle: Leuchte in Zeitlupe mit dem Handy filmen; Streifen verraten das Flimmern.
  • Den Wert auch im gedimmten Zustand fordern, nicht nur bei 100 %.
  • Bei rotierenden Maschinen ist SVM nicht optional: Es ist Sicherheit.
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