Leitfäden

Ein Büro richtig beleuchten

Der Arbeitsplatz verlangt 500 Lux Wartungswert und strikte Blendungsbegrenzung: Hier ist die Norm am anspruchsvollsten.

Normative Anforderungen
Wartungswert der Beleuchtungsstärke
500 lx
Blendung (UGR)
≤ 19
Farbwiedergabe
≥ 80 (recom. >90)
Farbtemperatur
3000–4000 K
Gleichmäßigkeit
≥ 0,60

Die EN 12464-1 fordert 500 Lux auf der Nutzebene (0,85 m) für Bürotätigkeiten, mit einer Gleichmäßigkeit U₀ ≥ 0,60 im Aufgabenbereich. Der unmittelbare Umgebungsbereich darf auf 300 Lux und Verkehrsflächen auf 150 Lux absinken.

Entscheidend ist nicht das Niveau, sondern die Blendung: An Bildschirmarbeitsplätzen muss der UGR-Wert ≤ 19 sein. Eine gut entblendete Darklight-Optik ist daher wertvoller als ein Produkt mit mehr Lumen.

4000 K unterstützt die Konzentration über den ganzen Arbeitstag; 3000 K wirkt in Einzelbüros und Besprechungsräumen wärmer. Eine einheitliche CCT pro Etage vermeidet ein fleckiges Erscheinungsbild.

Mit DALI-Dimmung sowie Präsenz- und Tageslichtsensoren liegen die typischen Einsparungen bei 40 % bis 60 % gegenüber einer Anlage mit fester Schaltung.

Planungshinweise
  • Rasterabstand nach der Nutzhöhe wählen: Abstand ≈ 1,2 × Montagehöhe über der Nutzebene.
  • Leuchten nicht direkt über Bildschirmen anordnen: Das erzeugt Schleierreflexionen.
  • CRI >90 für Besprechungsräume mit Videokonferenz vorsehen: Hauttöne wirken vor der Kamera natürlich.
  • Vertikalbeleuchtung an Wänden ergänzen: Sie vergrößert die Raumwirkung ohne Mehrverbrauch.
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