Leitfäden

Licht und circadianer Rhythmus: mehr als Sehen

Neben Zapfen und Stäbchen besitzt das Auge einen dritten Rezeptor, der nicht dem Sehen dient: Er stellt die innere Uhr.

Normative Anforderungen
Referenznorm
CIE S 026 (α-opic, m-EDI) · WELL v2
Skala
m-EDI ≥ 250 lx (día) · ≤ 10 lx (noche)
Wo es gilt
Oficina, sanitario, residencias, hotel
Wie gemessen wird
Iluminancia vertical en el ojo, no en el plano de trabajo

2002 wurden die intrinsisch photosensitiven retinalen Ganglienzellen (ipRGC) identifiziert. Sie enthalten Melanopsin und sind maximal empfindlich für Blau um 480 nm. Sie erzeugen kein Bild: Sie melden dem Gehirn Tag oder Nacht und regulieren Melatonin, Wachheit und Schlaf.

Die Norm CIE S 026 definiert die Messung über α-opische Größen; der praktische Kennwert ist der m-EDI. Aktuelle Empfehlungen fordern ≥ 250 lx m-EDI tagsüber am Auge und ≤ 10 lx m-EDI in den Stunden vor dem Schlaf. WELL v2 übernimmt dies als Kriterium.

Die technische Feinheit, die kaum jemand erklärt: Der m-EDI wird als vertikale Beleuchtungsstärke auf Augenhöhe gemessen, nicht als 500 horizontale Lux auf der Nutzebene. Ein Büro kann die EN 12464-1 also locker erfüllen und circadian arm sein.

Die Antwort ist daher nicht mehr Niveau, sondern vertikale Flächen zu beleuchten: Wände und Decke fluten, Tageslicht nutzen und morgens die CCT anheben. Abends umgekehrt – in Pflegeheimen, Hotels und Kliniken hilft weniger Niveau und warme CCT beim Schlafen.

Planungshinweise
  • Vertikales Licht und Tageslicht priorisieren: Sie erreichen das Auge und sind kostenlos.
  • Morgens höheres Niveau und kühlere CCT; abends weniger Niveau und warme CCT.
  • In Pflege und Klinik das Nachtlicht kontrollieren: unter 10 lx m-EDI am Auge.
  • Misstrauen Sie „circadianem" Marketing ohne m-EDI-Daten.
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